Die Karwoche Cartagena hat eine tiefe Verwurzelung in Cartagena.
Diese Feste jüngster Schaffung finden in der letzten zwei Wochen des Septembers statt und bestehen aus einer Nachahmung der Geschichte der Stadt in dem erfassten Zeitraum zwischen der Gründung durch Asdrúbal im Jahre 227 v. Chr. und ihrer Eroberung durch den Römer Publio Cornelio Escipión im Jahre 209 v.Chr. Innerhalb des vielseitigen Festprogramms, sticht die öffentliche Bekanntgabe und die Darstellung der Truppen und Legionen, die Gründung von Quart Hadast, die Kriegserklärung an die Römer, der Aufbruch Hannibals nach Italien, die römische Landung in der Stadt, die Einnahme und Kapitulation dieser und insbesondere die Hochzeit von Hannibal und Himilce und der römische Zirkus hervor.
Jeden Tag marschieren die Mitglieder der römische Legionen bzw. der karthagischen Truppen durch die Straßen der Stadt, je nachdem an wen die Organisation des Festtages gerichtet ist, und schließt mit einem großem gemeinsamen Marsch am vorletzten Tag der Feiern ab. Einer der beliebtesten Höhepunkte der Karthager und Römer stellt das Lager bzw. die Festung dar, in der jede Truppe oder Legion ihren Stand aufgebaut hat, dekoriert dem Stil der Epoche entsprechend und wo es möglich ist kann man die Produkte der Erde kosten oder bis in die Puppen zu den Rhythmen modernerer Musik tanzen.
Die Karnevalfeiern Cartagena hatten eine tiefe Verwurzelung in Cartagena, vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sie zum Ende des Bürgerkrieges verboten wurde. Mit der Neuerrichtung der Demokratie und insbesondere seit 1981, wurde diese profane Feier wieder aufgefasst und ist momentan eine der wichtigsten des örtlichen Festzyklen. Während seiner Feier finden Umzüge, Tänze, Kostüm und Scherzwettbewerbe, die jedes Jahr eine höhere Teilnahme von Cartagenern und Besuchern haben.